| Eröffnung der Bahnen: |
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| Winkeln-Herisau-Urnäsch (Appenzellerbahn) |
12.04./20.09.1875 |
| Urnäsch-Appenzell (Appenzellerbahn) |
16.08./20.10.1886 |
| Appenzell-Wasserauen (Säntisbahn) |
13.07.1912 |
| Gossau-Herisau (Appenzellerbahn) |
01.10.1913 |
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| Elektrifiaktion |
1933 |
| Streckenlänge |
32'100 m |
| Höhendifferenz |
234 m |
| Spurweite |
1'000 mm |
| Stromsystem |
1'500 V |
| Max. Steigung |
37 ‰ |
Winkeln-Herisau-Urnäsch-Appenzell
Nach schwierigen Vorverhandlungen und der Entscheidung zwischen Gossau-Herisau oder Winkeln-Herisau wurde am 5. Januar 1874 der Bau der Teilstrecke Winkeln-Herisau begonnen. Vom Verwaltungsrat der "Schweizerischen Gesellschaft für Localbahnen" wurde vorgeschlagen, dass die Bahn aus Renditegründen nach Urnäsch und Appenzell weitergeführt werden soll - was auf lebhafte Zustimmung aus dem inneren Landesteil traf. Am 1. November 1874 konnte auch mit dem Bau des Abschnittes Herisau-Urnäsch begonnen werden.
Die erste Teilstrecke konnte nach einer Bauzeit von nur dreiviertel Jahren eröffnet werden. In bescheidenem Rahmen wurde am 12. April der Betrieb auf der Strecke Winkeln-Herisau aufgenommen. Im Gegensatz dazu wurde am 20. September 1875 die Strecke Herisau-Urnäsch mit einem grossen Volksfest eingeweiht.
Schon im ersten Jahr hatte die Bahn mit harten Zeiten zu kämpfen. Ausserordentlich schwere Gewitterregen im Frühsommer verursachten schwerwiegende Betriebsunterbrüche. Ein Dammrutsch führte zu einer mehrwöchigen Einstellung des Betriebes: vom 10. Juni 1876 fuhr keine Bahn auf der ganzen Strecke. Nach 20 Tagen konnte der Betrieb von Herisau nach Urnäsch wieder aufgenommen werden, doch die Teilstrecke nach Winkeln blieb bis zum 16. Juli gesperrt. Auch weitere Dammrutsche führten im Jahre 1881 zu 66-tägigen Unterbrüchen des Bahnbetriebs.
Nach schwierigen Verhandlungen wurde entschieden, dass die Strecke Urnäsch-Appenzell nicht über Hundwil-Stein-Haslen verlaufen sollte, sondern über Gontenbad. Trotz weiteren Dammrutschen während der Bauphase konnte am 16. August 1886 der fahrplanmässige Verkehr von Urnäsch nach Gontenbad aufgenommen werden. Noch im gleichen Jahr, am 28. Oktober, wurde die Strecke bis Appenzell mit einem Fest eröffnet.
Säntisbahn
Bereits im 19. Jahrhundert war das Alpsteingebiet ein beliebtes Ausflugsgebiet. Als im Jahre 1886 die Appenzellerbahn nach Appenzell gebaut wurde, reichte eine Gruppe um Landammann C. Sonderegger eine Konzession für eine schmalspurige Eisenbahn ein. Diese sollte von Appenzell nach Wagenlücke führen. Obwohl die Konzession erteilt wurde, geriet das Projekt infolge Finazierungsschwierigkeiten ins Stocken und die Konzession erhielt mehrere Fristerstreckungen.
Ende 1899 wurde erneut eine Konzession für eine elektrische Strassenbahn von Appenzell nach Wasserauen erteilt, unter der Bedingung, den Bau der Linie bis November 1900 zu vollenden. Die Konzession verfiel erneut, da der Bau trotz Fristerstreckung nicht begonnen werden konnte.
Doch C. Sonderegger gab nicht auf, er versuchte erneut eine Konzession zu erhalten. Dieses Mal für zwei Bahnen: eine Talbahn von Appenzell nach Wasserauen und eine Bergbahn von Wasserauen zum Säntis. Doch wieder kam es aus verschiedenen Gründen nicht zur Ausführung.
Es erfolgte eine erneute Konzessionsänderung und die Bahn wurde in vier Abschnitte unterteilt: Appenzell-Wasserauen, Wasserauen-Seealp, Seealp-Meglisalp und Meglisalp-Säntis.
1911 konnte mit dem Bau der ersten Teilstrecke der geplanten Bergbahn, Appenzell-Wasserauen, begonnen werden und am 13. Juli 1912 wurde der Abschnitt eröffnet. Rückblickend hat es von der ersten Konzession bis zur Eröffnung 25 Jahre gedauert.
Der Weiterbau der Bergbahn bis zum Gipfel wurde durch den Ersten Weltkrieg und den damit verbundenen Rückgang der Einnahmen verhindert. Im Jahre 1939 wurde die Säntis-Bahn, die den Säntis nie erreichte, in die Appenzell-Weissbad-Wasserauen-Bahn (AWW) umbenannt.
Gossau-Herisau
1907 wurde das Konzessionsgesuch der Appenzellerbahn-Gesellschaft (ehemalige Schweizerische Gesellschaft für Localbahnen) für die verlängerte Bahnlinie von Herisau nach Gossau bewilligt. Auch nachdem im Jahre 1910 die Strecke Romanshorn-St.Gallen-Herisau-Wattwil von der Bodensee-Toggenburg-Bahn eröffnet wurde, verlor die Appenzellerbahn-Strecke Herisau-Winkeln immer mehr an Attraktivität.
Am 1. Oktober 1913 wurde die Linie nach Gossau aufgenommen und damit konnten die Anschlüsse an die Schnellzüge der schweizerischen West-Ost-Transversalen gesichert werden. Zweitgleich wurde der Betrieb nach Winkeln eingestellt.
Die Appenzellerbahn wurde im Jahre 1933 auf 1550 V Gleichstrom elektrifiziert.
Am 1. Januar 1947 fusionierten die Appenzellerbahnen und die Appenzell-Weissbad-Wasserauen-Bahn zur Appenzellerbahn.